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Mit über 315 Millionen Seitenabrufen und mehr als 10 Millionen Besuchen pro Monat ist die mobile.de GmbH aus Hamburg einer der größten Online-Gebrauchtwagenbörsen Europas. mobile.de betreibt einen zentralen Server mit mehr als 600.000 Gebrauchtwagen, der an zwei Standorten mit über 50 Datenbankservern repliziert wird. Bei der Realisierung vertraut mobile.de dabei auf den MySQL-Server und die Programmiersprache Perl.
"Wir benutzen MySQL für unsere Auto- und Kundendatenbank und das Kundenbeziehungsmanagement (CRM) sowie als Backend für unsere Banner-Server", stellt Jan Willamowius, Leiter der Technologieabteilung von mobile.de, fest. "Alle Seiten werden dynamisch aus der MySQL-Datenbank erzeugt, obwohl einige Seiten statisch aussehen", fährt Willamowius fort.
Die Website von mobile.de, http://www.mobile.de, ist mehrsprachig und bedient zwei Kategorien von Benutzern: Privatpersonen, die einen Wagen kaufen oder verkaufen wollen, und Autohändler, die bis zu 250 Fahrzeuge auf der Website inserieren können und dafür Gebühren zahlen. Das Geschäftsmodell von mobile.de beruht hauptsächlich auf den monatlichen Teilnahmebeiträgen der Händler, aber auch auf gebündelten Produkten und Dienstleistungen sowie auf direkten Bannerverkäufen.
Jan Willamowius und der Mitgründer von mobile.de, Ralf Prehn, sind stolz darauf, wie das System aufgebaut wurde. "Wir wollen selbst die komplette Kontrolle über das System haben. Daher haben wir es ohne externe Hilfe aufgebaut, abgesehen von normalen MySQL-Kursen, an denen die meisten unserer Administratoren teilgenommen haben", erzählt Prehn.
"Wir brauchten eine replizierende Datenbank, die wir selbst verwalten und warten konnten", fährt Prehn fort. "Wir hatten eine Datenbank "großen Namens" testweise installiert, deren Berater allerdings selbst reichlich Probleme hatten, sie zum Laufen zu bringen. Nachdem wir es geschafft hatten, MySQL-Replikation ohne Hilfe in sehr kurzer Zeit zum Funktionieren zu bringen, hatten wir nie wieder das Bedürfnis, von einem komplizierteren System abhängig zu sein. Selbst wenn wir das fabelhafte Preis-Leistungs-Verhältnis nicht in Betracht ziehen, sind wir mit der leichten Skalierbarkeit, die uns der MySQL-Cluster bietet, sehr zufrieden."
MySQL läuft auf Rack-Servern mit Dual-Pentium-III-Prozessoren zwischen 800 MHz und 1,3 GHz auf dem Linux-2.4-Betriebssystem. Obwohl es beträchtliche Volumina sowohl in Lese- als auch in Schreibanfragen handhabt, hat MySQL mobile.de nie im Stich gelassen. "Im Januar 2002 haben wir 151 Millionen Bannereinblendungen bedient", sagt Willamowius. "Die Bannerwerbung wird von zwei nicht replizierenden Datenbanken bedient. Jedes Banner bedeutet mindestens einen Schreibzugriff auf die Datenbank, und wir können dieses Volumen sehr gut bedienen."
Prehn lobt auch das einfache, praktische Lizensierungsmodell für Entwickler von MySQL. "Es vereinfacht den Entwicklern, eine lokale Datenbank auf ihren Workstations zu installieren."
mobile.de benutzt MySQL seit 1998 und hat mittlerweile eine beträchtliche Anzahl von Mitarbeitern, die MySQL professionell einsetzen können. "Obwohl wir die einfache Handhabung von MySQL lieben, haben wir ausserordentlich von den Trainingskursen profitiert, angefangen von der Einführung , "MySQL anwenden" bis zu den fortgeschritteneren Kursen, "MySQL-Datenbank-Administration" und "MySQL optimieren". Mittlerweile haben 10 Mitarbeiter von mobile.de an einem offiziellen MySQL-Kurs teilgenommen", stellt Willamowius fest. Trainingskurse werden von MySQL AB weltweit in fünf Sprachen angeboten, auch in Hamburg, dem Firmensitz von mobile.de.
Obwohl die mobile.de GmbH der allgemeinen Öffentlichkeit beträchtliche Werte kostenlos anbietet, leidet sie nicht an der rückläufigen Konjunktur der Dotcom-Industrie. "Wir haben mehr als 10.000 zahlende Kunden in unserer Datenbank", erläutert Willamowius. "Bei einer monatlichen Gebühr von etwa 100 Euro bildet der Kundenstamm für mobile.de eine sichere finanzielle Grundlage."
Jan Willamowius erwartet für die inzwischen ausgesprochen populäre Website von mobile.de ein weiteres beträchtliches Wachstum. Dabei ist er sicher, dass MySQL in absehbarer Zukunft weiterhin eingesetzt wird. "Ein guter Teil der Performanz, die wir dem Endbenutzer, der nach Autos sucht, bieten, geht auf das Konto des skalierbaren Designs, das wir mit MySQL implementieren konnten", sagt er. "Wir sind gut auf das kommende Wachstum von Zugriffen und Datenbankeinträgen vorbereitet."
